Schulkonzept

Erziehungskonzept der Grundschule Langballig

„Hilf mir, es selbst zu tun!“ Maria Montessori
Das Ziel: Jedes Kind soll fachlich bestmöglich vorbereitet an die weiterführende Schule entlassen werden. Seine Persönlichkeit soll im sozialen und emotionalen Bereich gestärkt werden. (angstfreies Lernen)

Die erziehungsrelevanten Rahmenbedingungen an unserer Schule sind:

 

  • die überschaubare Schuleinheit mit familienartigen Gruppenstrukturen, in der jeder jeden kennt.
  • jahrgangsübergreifender Unterricht der Jahrgänge 1-4 in allen Lerngruppen.
  • jedes Kind durchläuft die Rolle vom Hilfesuchenden zum Helfer.
  • bestehende Regeln und Rituale werden an die neuen SchülerInnen weitergegeben;
  • Kinder lernen voneinander und miteinander
  • neue Mitschüler kommen in ein bestehende Lern- und Sozialstruktur hinein und nehmen Regeln dadurch schnell an
  • die Freiarbeit als Basis des Unterrichtskonzepts nach den Prinzipien Maria Monterssoris: Jedes Kind kann individuell nach seinem Lernstand und Lerntempo arbeiten; Der Lehrer kann die Kinder individuell wahrnehmen und sie in seiner Rolle als Lernberater gezielt fördern und fordern; die Lern-, Sozial- und Eigenkompetenz der SchülerInnen wird gefördert („Das Lernen lernen.“),
  • im jahrgangshomogenen Unterricht (im kleinen Umfang) werden die Kinder auf die Lern- und Sozialformen der weiterführenden Schulen vorbereitet. Die initiierten Lerninhalte werden in den Lerngruppen vertieft.

Durch die Vielfalt der Unterrichtsformen an unserer Schule werden die Kinder auf die unterschiedlichen Arbeitsweisen der weiterführenden Schulen vorbereitet.

 

Schulsozialarbeit:

 

  • Kinder erhalten die Möglichkeit, in der Insel eine Auszeit vom Unterricht zu nehmen und einen externen Ansprechpartner vorzufinden.
  • Das Angebot der Auszeit richtet sich an die Schüler, die permanent den Unterricht stören, sich nicht an Regeln halten, das Arbeiten im Unterricht verweigern oder durch emotionale Erlebnisse oder bedrückende familiäre Erlebnisse kurzfristig nicht in der Lage sind am Unterricht teilzunehmen.
  • Der eigentliche Sinn der „Insel“ ist die Auszeit, in der Gespräche geführt werden und sich die Kinder fern vom Unterrichtsgeschehen beschäftigen dürfen.
  • Ziel ist es, durch Gespräche und gemeinsam entwickelte Lösungsstrategien mit den Schülern eine Verbesserung der Möglichkeiten zur Teilnahme am Unterricht und in der Pausenzeit zu entwickeln.

 

 

Schulregeln

 

An unserer Schule regelt eine Schulordnung das Zusammenleben von Schülern, Mitarbeitern und Lehrern.

Unsere Schulordnung

  • In der Schule verhalten wir uns freundlich und helfen einander, damit sich alle wohl fühlen.
  • Für unser Wohlbefinden – Laut sein und toben dürfen wir draußen. Drinnen sind wir leise.
  • Jeder hilft mit, dass unsere Schule ordentlich und sauber bleibt.
    Das gilt für den Schulhof, die Flure und die Lernräume.
  • Die Toilette ist für uns kein Spielplatz.
    Verlasse das WC so, wie du es vorfinden möchtest.
  • Mit allen Lernmaterialien, dem Eigentum der anderen und den Spielgeräten gehen wir sorgfältig um.
  • Wir beachten das Klingeln und sind pünktlich im Unterricht.

     

    Zu deiner Sicherheit

  • Du darfst in der Schule mit keinerlei Gegenständen werfen oder schlagen.
  •  Du darfst niemandem weh tun.
  •  Du darfst das Schulgelände nicht verlassen.
  •  Halte den Flur frei.
  •  Verhalte dich an der Bushaltestelle und im Bus vorsichtig und rücksichtsvoll.
  •  Befolge die Anweisungen der Erwachsenen.
  •  Wenn wir diese Regeln einhalten und uns respektvoll begegnen, können alle Kinder erfolgreich lernen.
  •  Wende dich bei Bedarf an die Lehrkräfte, Lerngruppensprecher oder die Schulversammlung.

 

Regeln für die Freiarbeit

  • Ich verhalte mich leise und flüstere!
  • Ich gehe langsam durch die Klasse und laufe nicht!
  • Ich lenke meine Mitschüler nicht ab!
  • Die Arbeit, die ich begonnen habe, beende ich auch!
  • Ich kontrolliere meine Arbeit gewissenhaft!
  • Ich führe meine Listen sorgfältig und mogle nicht!
  • Ich bringe mein Arbeitsmaterial an den dafür vorgesehen Platz zurück!

 

Regeln für den Fachunterricht

  • Wenn es zur Stunde geklingelt hat, dann gehe ich sofort in die Klasse!
  •  Ich bringe alle notwendigen Unterrichtsmaterialien mit!
  •  Im Unterricht halte ich mich an die Gesprächsregeln!
  •  Wenn ich den Klassenraum betrete, dann setze ich mich auf meinen Platz und verhalte mich leise!
  •  Ich darf im Klassenraum nicht toben, kämpfen oder Sachen verstecken!
  •  Ich muss mit allen Gegenständen in der Klasse sorgfältig umgehen!
  •  Ich darf meine Mitschüler nicht ärgern!
  •  Wir verlassen den Klassenraum so ordentlich und sauber wie wir ihn auch vorfinden möchten!

Weil wir an unserer Schule jahrgangsübergreifend und jahrgangsdifferenziert, individualisierend und gelenkt in Freiarbeit und Jahrgangsunterricht arbeiten, gelten für den jeweiligen Unterricht entsprechende Regeln: Regeln und Rituale sind im fließenden Prozess und werden Bedarfsorientiert an die aktuellen Bedürfnisse der Lerngruppen und Unterrichtssituationen angepasst.

 

Pausengestaltung

 

Das besonders ansprechende Schulgelände bietet den Kindern viele Möglichkeiten für naturnahes, kreatives und bewegungsorientiertes Spiel.
Hierzu bieten eine große Anzahl von überwiegend neuen Spiel- und Sportgeräten einen Freiraum zur eigenen Entscheidung über Pausenaktivitäten.

Dazu zählen: der Fußballplatz, der Basketballplatz, der Knick, die große Sandfläche, die Spiel- und Turngeräte, das Spielhaus, der Berg und die Tischtennisplatten.

Das Vordach mit seinen Sitzmöglichkeiten lädt zum Spiel am Tisch und zu der Nutzung der mobilen Spielgeräte ein.
Eine Ruhezone ist in Planung.

Besonders hervorzuheben sind die langen Pausenzeiten.

Nach dem Freiarbeitsblock ermöglicht eine 10 minütige Frühstückspause den Kindern ein Frühstück in Ruhe und Gemeinschaft.
Daran schließt sich eine ungewöhnlich lange Pausenzeit von 35 Minuten an, in der die Kinder die oben genannten Möglichkeiten im freien Spiel nutzen können.
Im Laufe des Schulvormittags erfolgen nach jeder Unterrichtsstunde eine 20 minütige und eine 10 minütige Pausenzeit.

Durch diese optimalen Bedingungen haben unsere Grundschüler viel Zeit ihren natürlichen Bewegungsdrang an der frischen Luft auszuleben und sich in das Spiel zu vertiefen. Auch bietet die Pause ein Übungsfeld zur selbstständigen Konfliktbewältigung.
In dieser Zeit haben sie weiterhin die Möglichkeit lerngruppenübergreifend ihre sozialen Kontakte zu pflegen.

Nur bei extremen Wetterbedingungen finden die Pausen im Lerngruppenraum statt, um eine Bewegung an der frischen Luft als Ausgleich anzubieten.

Durch Dienste der Kinder (Aufsicht über die Spielgeräte, Müllsammeln, Streitschlichter…) werden sie verantwortungsbewusst in die Pausengestaltung einbezogen.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern – Elternarbeit

 

Die Zusammenarbeit der Lehrkräfte mit den Eltern unserer Grundschüler sollte möglichst eng sein. Insbesondere, wenn es Schwierigkeiten gibt, ist eine frühzeitige, vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrkräften unter Berücksichtigung der Anliegen aller Beteiligten wünschenswert. Im Zentrum der Absprachen sollte stets das Ziel stehen, jedes Kind bestmöglich zu begleiten und zu fördern.

Im Bedarfsfall kann in einer Klassenkonferenz, an der auch ein Elternvertreter teilnimmt, über Erziehungsfragen und -maßnahmen in Bezug auf einzelne Schülerinnen und Schüler beraten und entschieden werden.

Durch Elternabende und -sprechtage findet ein regelmäßiger Austausch zwischen Schule und Elternhaus statt. Auf Zeugnis- und Schulkonferenzen bekommen die Elternbeiräte wichtige Einblicke und Informationen von Seiten der Schule. Zudem werden die Elternbeiräte auf Schulbeiratssitzungen regelmäßig von der Schulleitung über Aktuelles informiert.

Um Einblick in das Schulleben und Arbeitsweisen an unserer Schule zu bekommen, haben alle Eltern die Möglichkeit nach Absprache in den Lerngruppen zu hospitieren. An festgelegten Hospitationsnachmittagen erfahren Interessierte mehr über die Arbeit mit den vorhandenen Lernmaterialien. Einmal im Jahr findet ein Info-Abend zum Vorstellen der Schule statt.

 

Schulübergänge werden begleitet (Schnuppertage, weiterführende Schulen, Neuzugänge)

 

1. Einschulung

  •  An (3) Schnuppertagen können die Vorschulkinder unseren Schulbetrieb in den Lerngruppen am Vormittag in jeweils 2 Stunden kennenlernen. Die Schnuppertage erfolgen in Kooperation mit den örtlichen Kindergärten.
  • Es findet vor den Sommerferien ein Informationsabend der Schulleitung für die Eltern der Erstklässler statt. Hier werden Fragen der Eltern geklärt, der Schulalltag und die Unterrichtsprinzipien dargestellt und Materialliste für Erstklässler verteilt.
  • Es gibt im Rahmen der Einschulung einen Austausch mit den Erzieherinnen des evangelischen Kindergartens und dem Waldkindergarten. In besonderen Fällen erfolgen hier Beratungen untereinander, um die Kinder von Anfang an gut zu beschulen.
  • Ein besonders guter Kontakt besteht zu dem Waldkindergarten, der häufig auf dem Schulgelände stattfindet.
  • In der Lerngruppe werden die Erstklässler von älteren Paten in Schulalltag und Lernaktivitäten geleitet.
  • Auf einem Elternabend in den ersten Schulwochen erhalten die Eltern der Erstklässler besondere Möglichkeiten Klärung ihrer Fragen zu finden.
  • Die Erstklässler finden sich schnell in unserem Schulalltag ein, weil sie von einer Gruppe erfahrener Schüler dabei kompetent begleitet werden.

 

2. Umschulung

  • Wenn ein Kind von einer anderen Schule zu uns wechselt, erfolgt die Aufnahme durch den Schulleiter nach einem vorgegebenen Ablauf. Dieser beinhaltet Elterngespräche, Hospitationen und eine Lernstandserhebung in der Lerngruppe. Zum Abwägen einer guten Schulwahl für ihr Kind sollten Eltern und Schüler sich im Vorfeld über Freiarbeit und Fachunterricht informieren. Dieser Ablauf dient der soliden Entscheidungsfindung.
  • Genauere Informationen zum Ablauf einer Umschulung finden sie hier.

 

3. Wechsel auf die weiterführenden Schulen

  • Die Schulleitung führt in Zusammenarbeit mit einigen weiterführenden Schulen einen Informationsabend für die Eltern durch. (verbindlich)
  • Von der Lerngruppenleitung wird ein sorgfältig mit den Fachlehrern abgestimmter Entwicklungsbericht erstellt.
  • Die Eltern werden zu einem verbindlichen Beratungsgespräch eingeladen.
  • Die Einladung der weiterführenden Schulen zu Beratungsgesprächen nach dem ersten Schulhalbjahr über die Schulwechsler wird nach Möglichkeit von den abgebenden Kollegen wahrgenommen.
  • An der Grundschule Langballig üben die Schüler verschiedene Unterrichtsformen ( Freiarbeit, Projektarbeit, sowie eigenständiges und gelenktes Lernen) ein.

Für Kinder, die der Jugendhilfe unterliegen, gelten besonders Bedingungen bei der Aufnahme an einer Schule.

 

Schülermitbestimmung und -mitbeteiligung

 

In jeder Lerngruppe werden zu Beginn eines neuen Schuljahres 2 Lerngruppensprecher und deren Vertreter gewählt, jeweils ein Junge und ein Mädchen. Diese treffen sich unter Leitung einer Lehrerin ein- bis zweimal pro Quartal, um aktuelle Anliegen zu besprechen.
Die Lerngruppensprecher sind aufgefordert ihre Mitschüler zu informieren. Bei Bedarf – im Durchschnitt ein- bis zweimal im Halbjahr – findet für alle Schüler der Schule eine Schülerversammlung statt, in der aktuelle Fragen und Probleme gemeinschaftlich besprochen und geklärt werden.
Im Allgemeinen ist für die Moderation der Schülerversammlung jeweils im Wechsel eine Lerngruppe unter Anleitung des Lerngruppenleiters zuständig.

 

Weiterhin übernehmen die Schüler unterschiedliche Dienste für die Schulgemeinschaft

  • ältere Schüler übernehmen für ein Jahr eine Patenschaft für einen Schulanfänger
  • In jeder Lerngruppe gilt das Prinzip des Helfers und des Hilfesuchenden
  • innerhalb der Lerngruppen werden unterschiedliche Aufräum-oder Hilfsdienste
    übernommen
  • Pausendienste sorgen dafür, dass das mobile Spielzeug eingeräumt wird
  • Flurdienste achten auf die Ordnung in den Fluren
  • Mindestens einmal im Jahr reinigen und ordnen die Schüler das in den
    Lerngruppen vorhandene Material
  • nach Bedarf sammeln Schüler Müll auf dem Schulhof

Neben der praktischen Notwendigkeit, ist vor allem auch Ziel dieser Maßnahmen, das demokratische Verständnis und das eigenverantwortliche gemeinschaftliche Handeln der Kinder zu schulen.
Die Schüler werden und fühlen sich so in ihrer Person ernst genommen und haben die Möglichkeit, aktiv und kreativ das Schulleben mitzugestalten. Sie können sich dadurch stärker mit „ihrer Schule“ identifizieren.
Die Übernahme von Verantwortung und Aufgaben kann die Schüler mit Stolz erfüllen und so ihr Selbstbewusstsein stärken.

 

Prävention

Für zusätzliche Präventionsmaßnahmen greifen wir auf außerschulische Kompetenzen zurück, vor allem in den Bereichen Zahn-, Sucht-, Straßenverkehrs-, Ernährungs-, Gewalt- und Sexualprävention.

 

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